Der Hype um SSDs und was ich davon halte
Ich habe mir vor längerer Zeit eine SSD (OCZ Vertex 2 mit 120 GB) zugelegt und war anfänglich schwer begeistert. Die Geschwindigkeit unter MacOS X war schon beim Start des OS atemberaubend.
Vor ca. einer Woche habe ich mein MacBook Pro verkauft und – mangels des zwar bestellten, aber noch nicht gelieferten, neuen Notebooks – meine SSD in den Desktop-PC umgebaut & abschließend Windows darauf zurückgesichert (Dank an dieser Stelle einmal mehr an Acronis für ihr tolles Produkt ‘TrueImage’). Dann habe ich einen Benchmark durchgeführt und der trieb mir das blanke Entsetzen in’s Gesicht. Lesend lag die SSD jenseits der 200 MB/s, aber schreibend lediglich bei ca. 90 MB/s. Nach Recherche (und Neuinstallation von Windows aus Unglaube, es könne an der SSD liegen) wurde ich im OCZ-Forum dann belehrt:
http://www.ocztechnologyforum.de/forum/showthread.php?2448-SF1200-basierte-SSDs-im-Detail-TRIM-OP-Area-und-DuraClass
Fazit: Eine SSD ist nur so schnell, wie sie vom Benchmark gemacht wird. Die SandForce-SSDs (wie meine Vertex 2) scheinen speziell im ATTO gut zu sein. Ich hatte bei ‘Benchmarks’ mittels dd-Kommando unter MacOS X tolle (Schreib)Werte, die aber offensichtlich nur zustande kamen, weil ich die SSD mit /dev/null befüllt habe. Beim CrystalDiskMark kommt dies heraus:
Egal, die SSD ist beim Lesen in jedem Fall pfeilschnell und auf Geschwindigkeit kommt es ja schließlich an. Beim Schreiben sieht das leider anders aus. Ich ärgere mich jetzt, anstelle meiner Vertex 2 120GB von OCZ nicht lieber gleich die RealSSD C300 mit 256GB von Crucial gekauft zu haben. Aber nachher ist man immer schlauer. ;)
Was habt ihr für Erfahrungen mit SSDs gemacht und falls ihr keine habt: denkt ihr über eine Anschaffung nach?

