Jetzt hab ich das Motorola Atrix ca. vier Wochen in Betrieb und es reicht mir… ich biete es bei eBay wieder zum Verkauf an. Die Erfahrungen, die ich während der 4 Wochen mit dem Atrix und Android machen konnte, hinterlassen bei mir einen zwiespaltigen Eindruck. 

Ich hatte vor dem Atrix seit ca. 1,5 Jahren ein iPhone 4 im Einsatz, das zwischenzeitlich “irreparabel” (Zitat Apple-Service) defekt war, von mir dann aber ziemlich unsauber wieder repariert wurde. Seitdem hab ich zwar noch Ersatzteile für eine evtl. neue – ordentliche – Reparatur, aber keine Lust & Zeit, diese einzubauen. :oops:

Welchen Eindruck konnte ich vom Atrix und Android gewinnen:

(pro) 4-Zoll-Display mit 940 * 540 Pixeln
(pro) Notification LED
(pro) Fingerabdruck-Sensor
(pro) Akkukapazität 1930mAh
(pro) Swype und Swiftkey X

(con) Pentile-Display (deutlich erkennbar an ausgefransten Farbrändern)
(con) Kein merklicher Performance-Gewinn durch Dual-Core
(con) MotoBlur bremst die Bedienung aus
(con) mieserable Akkulaufzeit trotz dickem Akku
(con) Android ist teilweise SEHR unübersichtlich

Was ich am schrecklichsten am Atrix fand – und was mich letztendlich dazu bewegt hat, es wieder zum Verkauf anzubieten – waren a) die Akkulaufzeit und b) die Bedienung von Android. Die Akkulaufzeit des Atrix war trotz des fast schon gigantischen Akkus erschreckend schlecht. Sobald ich Spiegel Online News gelesen habe und noch ein wenig im Netz gesurft plus gespielt habe musste ich zusehen, dass der Akku den Tag durchhielt. Zwei Tage waren trotz angeblicher Optimierungsmöglichkeiten nicht drin:

- Drosselung Takt / Stromaufnahme CPU
- Verminderung Display-Helligkeit und Abschaltung der Helligkeitsautomatik
- Abschalten von Synchronisationsdiensten
etc…

Beim ‘Optimieren’ des Stromverbrauchs bin ich immer wieder darüber gestolpert, wie versteckt einige Einstellungsmöglichkeiten in Android zu finden sind und vor allem: welche Auswirkung welche Einstellung auf das Verhalten des Gesamtsystems hat. Gestört, nur weil ich’s gesehen hab, hat mich, dass etliche Dienste bei Android im Hintergrund laufen und – wenn auch wenig – permanent Systemressourcen und damit Stom verbrauchen. Verwirrt hat mich das z.B. bei der Konfiguration von SetCPU – einseits versuche ich zu Untervolten und Underclocken, andererseits bringt SetCPU wieder einen Dienst mit, der ständig im Hintergrund läuft. Das macht das Pseudo-Multitasking von iOS doch geradezu sympatisch. Hier weiß ich, dass nur die Anwendungen laufen, die auch gerade aktiv ist und nur begrenzte Dienste im Hintergrundlauf zugelassen werden.

Ich bin glücklich, wieder mein iPhone in Betrieb zu haben. Und ich bin so glücklich darüber, dass ich mir direkt auch gleich ein iPad 2 bestellt habe – trotz des Glaubens daran, dass noch in Q2/2012 das iPad 3 angekündigt und erhältlich sein wird.